Ernährungslehre

In der Ayurveda-Lehre spielt die Ernährung eine tragende Rolle. Die Lehre besagt, dass die Nahrung, die man zu sich nimmt, als Information für die Doshas angesehen wird. Diese Informationen werden in Ojas umgewandelt, eine immaterielle feinstoffliche Substanz. Ojas entstehen auch bei positiven Erlebnissen. Ojas stärken somit Abwehrkräfte und verbinden Körper und Geist.
 
Doch die Voraussetzung für Ojas ist eine gute Verdauung. Diese gute Verdauung wird Agni genannt, was soviel wie Verdauungsfeuer heisst. Agni wird jedoch von der Qualität der Nahrung beeinflusst. Ist die Qualität der Nahrung mangelhaft, hat das Einfluss auf die Verdauung und somit auf die Entstehung von Ojas. Bei einer schlechten Verdauung wird somit Ama ezeugt, was Rückstände bedeutet. Diese Rückstände sammeln sich im Körper an und beeinträchtigen den Stoffwechsel. Zeichen einer schlechten Verdauung können Blähungen, Völlegefühl, Sodbrennen aber auch Heißhunger sein. Ama kann aber auch auf seelischer Ebene durch "unverdaute" Probleme erzeugt werden. das Ama sorgt somit für ein Ungleichgewicht der Doshas.
Durch eine ausgewogene Ernährung soll ein gestörtes Dosha-Ungleichgewicht korrigiert werden. Diese Ernährung wird sattvisch genannt. Dabei handelt es sich um gekochte Milch, Reis, Sesam, Obst, Süßspeisen und Ghee, eine Art Butterschmalz. Vermeiden sollte man Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Konserven, Tiefkühl-Kost, fette Speisen, Alkohol, Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke und Kakao. Darüber hinaus gibt es spezielle Empfehlungen für die jeweiligen Dosha-Typen.
 
Allgemein jedoch gilt, nur bei Hunger zu essen. Auch sollte man keine Zwischenmahlzeiten einnehmen und auf frische Lebensmittel achten. Alle sechs Geschmacksrichtungen, wie süß, salzig, sauer, bitter, umamai (fleischig, herzhaft) und fett sollten in jeder Mahlzeit vorhanden sein.
Des Weiteren sollten Prinzipien bei der Zusammenstellung des Speiseplans berücksichtigt werden.
 
 
Es sind acht
  • Desha (Herkunft der Lebensmittel),
  • Ruta (Jahreszeit),
  • Upayoktrin (persönliches Befinden),
  • Kala (Zeitpunkt),
  • Rashi (Menge),
  • Samyoga (Kombination der Lebensmittel),
  • Karana (Art der Zubereitung),
  • Pakriti (Qualität der Lebensmittel)

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