
Die Fango-Kur
Fango ist ein Mineralschlamm vulkanischem Ursprung mit Herkunft Italien. Der Mineralschlamm ist eine Ablagerung auf dem Boden heißer Quellseen.
Es gibt zwei Arten von Fango: die organische Fango und die anorganische Fango. Die organische Fango wird auch gereifte Fango genannt. Bei ihr kommen die drei Komponenten Thermalwasser, Fangoschlamm und Algen- und Mikroorganismenzusätze zusammen. Die Zusätze sind für den biologischen Reifeprozess verantwortlich, der mind. 60 Tage dauert. Nach Verwendung der Fango wird diese zur Wiederverwendung aufbereitet. Die anorganische Fango ist speziell im deutschsprachigen Raum zu finden. Hier wird auf den Reifeprozess verzichtet. Vulkangestein ist die Basis. Es ist ein anorganisches Naturprodukt, was mit regionalen Mineral- oder Thermalwasser gemischt wird.
Besonders wichtig sind die thermalphysikalischen Eigenschaften und die Zusammensetzung der Mineralien. Die anorganische Fango wird nur einmal verwendet und nicht aufbereitet. Bei einer Fango-Kur wird eine dicke Schicht des Mineralschlamms auf die zu behandelnden Körperstellen gegeben. Die Temperatur sollte 45° C – 50° C betragen. Die Behandlung dauert 20 – 40 Minuten und kommt besonders gut zur Wirkung, wenn sie mit Massagen und Bewegungstherapie kombiniert wird.
Fango fördert die Durchblutung, kann Schmerzen lindern und die Muskeln entspannen. Sie hinterlässt ein wohltuendes Gefühl. Durch seine Wirkungen findet Fango bei Rheumatischen Erkrankungen, Gelenkerkrankungen, Durchblutungsstörungen und sogar bei Menstruationsbeschwerden Anwendung.
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