
Die Balneologie
Das Wort Balneologie stammt von dem lateinischen balneum, das Bad bedeutet. Somit kann die Balneologie auch Bäderkunde genannt werden. Sie befasst sich mit Therapien in Form von Bädern, Trinkkuren und Dampfbädern. Zur Anwendung kommen hier natürliche Quellen, Gase und Schlamm.
Die Balneologie umfasst dabei unterschiedliche Teilbereiche. Die Balneotechnik beschäftigt sich mit der Technik zur Herstellung von Heilbädern und dem Bau von Bädern. Die Balneochemie oder auch Hydrochemie analysiert die Zusammensetzung von Heilwässern und deren Wirkung auf den Organismus. Dann gibt es noch die Balneophysik und natürlich die Balneotherapie. Hierbei handelt es sich um eine Therapieform mit Wasser aus Heilquellen. Als Voraussetzung, dass ein Wasser aus Heilquellen zu Therapiezwecken verwendet wird, gilt, dass das Wasser einen höheren Gehalt an gelösten Stoffen, wie Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und radioaktiven Stoffen, haben muss. Diese gelösten Stoffe müssen eine Konzentration von mindestens 1 g/kg aufweisen.
Die Bäder der Balneotherapie kann man als Vollbad, als Sitzbad und als Teilbad sowie als Dampfbad nutzen. Und diese in fünf Temperaturstufen: kalt, halbkalt, lauwarm, warm und heiß. Die verschiedenen Temperaturen der Bäder können sich somit auch unterschiedlich positiv auf den Stoffwechsel und das Immunsystem auswirken. Der Auftrieb im Wasser entlastet beanspruchte Muskeln und Gelenke. Man fühlt sich regelrecht schwerelos. Diese Bäder werden oft bei rheumatischen Erkrankungen und bei Rehabilitationskuren angewendet.
Bäder, die in der Balneotherapie angewendet werden:
- Bewegungsbad
- Moorbad
- Schlammbad
- Kohlensäurebad
- Solebad
- Schwefelbad
- Jodbad
- Kleie- und Malzbad
- Eichenrindenbad
- Inhalationsbad
- Fichtennadelbad
- Stangerbad
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